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LeadAutomatik
CRM für Selbstständige

CRM für Selbstständige: Brauchst du eins — und wenn ja, welches?

Kurzantwort: Die ehrlichste Frage ist nicht „welches CRM?“, sondern „reicht nicht auch eine gute Liste?“. Wer nur Kontakte verwaltet, braucht kein CRM. Wer Angebote nachfasst, Wiedervorlagen setzt und unterwegs arbeitet, bekommt dafür Free-Tarife oder 14 € im Monat — mehr muss ein Solo-Setup selten kosten. Stand: Oktober 2026.

Redaktionell geprüft · Stand: Oktober 2026

Die Grundsatzfrage

Brauchst du als Selbstständiger überhaupt ein CRM?

Unsere Einschätzung

Der Test: Wie viele offene Angebote hast du gerade im Kopf?

Wer die Zahl nicht sicher kennt, hat ein Follow-up-Problem — und genau dafür ist ein CRM gebaut. Ein CRM ersetzt keine Disziplin, aber es macht Nachfassen sichtbar und unabhängig vom Gedächtnis. Wer dagegen wenige, klar abgeschlossene Projekte hat, spart sich das System: Eine gepflegte Liste mit Datum der letzten Kontaktaufnahme tut denselben Dienst.
Entscheidungsmatrix

Excel/Notion oder CRM?

Sechs typische Situationen — ohne erfundene Schwellenwerte, als Orientierung für den eigenen Alltag.

Spreadsheet vs. CRM — redaktionelle Einordnung.
SituationEmpfehlungWarum
Wenige aktive Leads (überschaubar)Spreadsheet reichtEine Liste, die man am Freitag durchsieht, ist kein CRM-Fall
Regelmäßige Follow-ups nötigCRM sinnvollWiedervorlagen ersetzen das Gedächtnis — das kann keine Tabelle zuverlässig
Mehrere Pipeline-StufenCRM sinnvollAngebot, Nachfassen, Abschluss: Statuswechsel mit Historie braucht Struktur
Wachsende Kundenbasis & EmpfehlungenCRM sinnvollStammkunden, Wiedervorlagen, Geburtstage: Datenqualität entscheidet
Einmalige Projekte ohne WiederkontaktSpreadsheet reichtWer nie nachfasst, braucht kein System
Du arbeitest unterwegs (Termine, Anrufe)CRM sinnvollMobile App mit Anruf-Logging und Notizen am Kontakt
Spreadsheet vs. CRM — redaktionelle Einordnung.
Shortlist

Vier sinnvolle Systeme für Solo-Selbstständige

Bewusst klein: Diese vier decken den realistischen Bedarf eines einzelnen Nutzers ab.

CentralStationCRM Starter

0 €/Monat (3 Nutzer, 200 Kontakte)

Der kostenlose Einstieg mit deutschem Anbieter. Reicht für Kontakte, Wiedervorlagen und einfache Pipelines — Grenze: 200 Kontakte.

Pipedrive Lite

14 €/Monat (Jahresabrechnung)

Das schlankeste Pipeline-CRM mit starker Mobile-App. Wer nach Deals arbeitet und wachsen will, startet hier sauber.

HubSpot Free

0 €/Monat

Kostenlos mit Marketing-Anbindung (Formulare, E-Mail-Marketing-Tools getrennt). Begrenzte Automation und HubSpot-Branding im Free-Tarif.

Bigin (Zoho)

0 € (Free) · Express ca. 7 €/Monat

Das leichteste Bezahl-CRM. Schnell eingerichtet, mobile-first — für Freelancer mit schmalem Budget.

Kosten

Was ein CRM für einen Solo-Selbstständigen kostet

Verifizierte Preise für genau einen Nutzer, Stand Oktober 2026.

Kosten für 1 Nutzer (netto, Jahresabrechnung wo verfügbar).
SystemPreis/MonatGrenze bei 1 Nutzer
CentralStationCRM Starter0 €200 Kontakte, 3 Nutzer möglich
HubSpot Free0 €Begrenzte Automation, HubSpot-Branding
Bigin Free0 €1 Nutzer, ca. 500 Datensätze
Bigin Expressca. 7 €Bis 5 Nutzer, 50.000 Datensätze
Pipedrive Lite14 € (Jahresabo)Volle Pipeline, 1 E-Mail-Sync
HighLevel Starter97 $ (Pauschale)Komplettsuite — für Solo meist überdimensioniert
Kosten für 1 Nutzer (netto, Jahresabrechnung wo verfügbar).
Alltag

E-Mail und Kalender: die zwei wichtigsten Anbindungen

Für einen Selbstständigen steht und fällt das CRM mit zwei Synchronisationen.

E-Mail-Sync

Eingehende und ausgehende Mails landen automatisch am Kontakt — der komplette Verlauf ohne Suchen im Postfach. Pipedrive und Bigin synchronisieren sauber; bei HubSpot Free und CentralStationCRM Starter funktioniert die Anbindung ebenfalls, Details unterscheiden sich je nach Postfach.

Kalender-Sync

Google- oder Outlook-Kalender als einzige Terminquelle, damit kein Termin doppelt geführt wird. Wer zusätzlich online buchen lässt, verbindet das Buchungstool mit dem CRM-Kontakt — mehr dazu im Terminbuchungs-Vergleich.

Der eigentliche Gewinn

Follow-up und mobile Arbeit

Wiedervorlagen statt Gedächtnis

Angebot 7 Tage offen → erinnern. Kunde 90 Tage still → reaktivieren. Als Wiedervorlage im CRM läuft das auch in vollen Wochen — das ist die Funktion, die eine Excel-Liste nicht zuverlässig ersetzt.

Mobile: Notiz direkt nach dem Gespräch

Wer unterwegs arbeitet, trägt Notizen im Auto oder beim Kunden ein — nicht abends im Büro. Pipedrive und Bigin sind hier am stärksten; die App-Erfahrung vor dem Kauf mit dem eigenen Alltag testen.

Der kleine Automatisierungs-Start

Zwei Regeln genügen am Anfang: neue Anfrage → Aufgabe; Angebot ohne Antwort nach 7 Tagen → Erinnerung. In Free-Tarifen oft nicht möglich — dann entweder manuell arbeiten oder den Einstiegstarif wählen.

Ehrlich

Wann HighLevel für Solo-Selbstständige zu viel ist

Zu viel, wenn …
Es nur um Kontakte und Wiedervorlagen geht: 97 $/Monat plus Einarbeitungszeit für einen einzelnen Nutzer ist teuer erkauft. Ein schlankes CRM (0–14 €) löst dieselbe Aufgabe mit weniger Komplexität.
Sinnvoll, wenn …
Funnels, E-Mail-Kampagnen, Kalender und CRM aktiv betrieben werden: Dann ersetzt HighLevel mehrere Einzeltools und die Pauschale rechnet sich. Für die meisten Solo-Selbstständigen ist das aber Stufe zwei — nach dem schlanken CRM.
Zusammenfassung

Wann sich ein CRM für dich lohnt

  • Du hast regelmäßig mehr als eine Handvoll offener Angebote
  • Follow-ups laufen über Erinnerungen statt über das Gedächtnis
  • Kunden kommen wieder — und du willst Wiedervorlagen setzen
  • Du arbeitest unterwegs und willst Notizen am Kontakt
  • Du willst wissen, welche Quelle die meisten Aufträge bringt
FAQ

Häufige Fragen

01Brauche ich als Selbstständiger überhaupt ein CRM?

Nicht automatisch. Wenn du weniger als ~20 aktive Kontakte hast und keine Follow-ups brauchst, reicht eine gepflegte Liste. Sobald Angebote nachgefasst, Wiedervorlagen gesetzt oder Stammkunden systematisch gepflegt werden sollen, ist ein CRM die zuverlässigere Lösung — Free-Tarife machen den Einstieg risikolos.

02Was kostet ein CRM für einen Solo-Selbstständigen?

Zwischen 0 € (CentralStationCRM Starter, HubSpot Free, Bigin Free) und 14 € pro Monat (Pipedrive Lite bei Jahresabrechnung). Mehr ist für einen einzelnen Nutzer selten nötig — Suiten lohnen sich erst mit Team oder Marketing-Volumen.

03Ist HighLevel für Selbstständige sinnvoll?

Meistens nicht als erstes Tool: 97 $/Monat für einen Nutzer plus Einarbeitungszeit ist viel, wenn es um Kontakte und Wiedervorlagen geht. Sinnvoll wird HighLevel erst, wenn Funnels, E-Mail-Kampagnen und Kalender aktiv betrieben werden — dann ersetzt es mehrere Einzeltools. Details auf der HighLevel-Seite.

04Excel oder CRM — wann ist der Wechsel fällig?

Drei Signale: Du vergisst Follow-ups, Kontakte stehen doppelt in Tabelle und E-Mail-Postfach, oder die Suche nach „was hatten wir besprochen?“ dauert zu lange. Die Matrix oben gibt die Kriterien.

05Was ist wichtiger: Mobile-App oder Desktop?

Für Selbstständige mit Außenterminen die Mobile-App: Anruf am Kontakt, Notiz nach dem Gespräch, nächste Wiedervorlage — alles unterwegs. Pipedrive und Bigin sind hier am ausgereiftesten; CentralStationCRM setzt mehr auf Desktop mit Telefonie-Anbindung.

Quellen & Stand

Stand: Oktober 2026

Preise im Oktober 2026 gegen offizielle Preisübersichten geprüft. Keine eigenen Produkttests, keine erfundenen Schwellenwerte.